08 Achillessehne: Riss

Ein Riss der Achillessehne ist leider eine häufige Verletzung. Dabei reisst die Sehne wie ein Hanfseil auf einer längeren Strecke.


Behandlungsoptionen

Wenn die Fasern der Achillessehne gut anliegen, kann die Sehne ohne eine Operation heilen, manchmal ist dafür eine Operation notwendig. Es gibt bei beiden Verfahren Vor- und Nachteile, darüber werden wir Sie ausführlich beraten. Nach einer Operation kommt es zwar selten zu einer Komplikation, die Behandlung einer Wundheilungsstörung oder eines Infektes ist aber für den Patienten sehr aufwändig und meist mit plastischer Chirurgie verbunden.


Resultate

Egal ob mit oder ohne Operation, sie werden ca. 10-20 % ihrer Sprungkraft oder Sprintgeschwindigkeit verlieren. Die wenigsten Patienten können den Unterschied ein Jahr nach Verletzung noch bemerken. Im Alltag, beim Wandern, Joggen, Fitness etc. ist nicht mit Einschränkungen zu rechnen. Bei jüngeren Patienten und aktiven Sportlern wird eher zur Operation geraten.


Behandlung

Die Nachbehandlung ist nach einer Operation identisch zu der Behandlung ohne Operation. In beiden Fällen haben Sie zunächst einen sogenannten Spitzfussgips, in dem sie den Fuss nicht belasten können. Nach 10 - 14 Tagen darf auf den Achilles-Therapieschuh (Künzli Schuh) gewechselt werden, in diesem ist ein Fersenkeil eingelegt.


Im Schuh mit Absatz dürfen Sie nach Mass der Beschwerden voll belasten, ein kleiner Gipsverband verhindert in den ersten 4 Wochen, dass der Fuss in die falsche Position kommt. In der Nacht tragen sie keinen Schuh, für den nächtlichen Gang aufs WC müssen sie deswegen Stöcke verwenden.

6 Wochen nach dem Unfall dürfen die Keile im Künzli Schuh alle 2 Wochen reduziert werden. Auf normale Schuhe wechseln sie 3 Monate nach Unfall/ Operation.